Alter Glanz – Sonett

Sonett

Wo ist der weiße Glanz, der unsre‘ Erd bedeckt?
Der Vögel schweigen läßt und Bienen,
dem warme Sonnenstrahlen wenig dienen,
sich über Feld und Wald, selbst übers Haus erstreckt.

Der Kristall in seinem Flug auf halbem Weg verreckt
fällt er als Tropfen auf den braunen Boden.
Doch kann kein Grün das Wasser loben,
weil sich’s tief in dunkler Erde noch versteckt.

So verschwindet nach und nach der Winter
und Frühling folgt dem Herbst dahinter.
Der Mensch erhitzt die Erde Grad um Grad.

Es verschieben sich die Meere, es versinkt das Land.
Noch leugnen einige die Tat der eignen Hand.
Doch wandelt hier der Mensch auf wirrem Pfad.

Amelie & Norman R. (16 ud 47 Jahre), außer Wertung

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