Zusammen kann man die Welt retten! von Helene Kucharek

Wir rannten. Sie kamen immer näher. Finn streckte seine Hand aus. Ich nahm sie und wir verschwanden. Ich wusste nicht welche Nummer er gesagt hatte. Wir standen vor einer großen Eiche. Irgendein Baum und dennoch war es nicht irgendeiner. 

Zwischen Mensch und Natur liegt eine Verbindung. Keiner kann ohne den anderen überleben. Jeder Mensch hat seinen eigenen, bestimmten Baum. Wenn dieser beschädigt wird bekommt auch der dazugehörige Mensch eine Verletzung. Wenn ein Baum gefällt wird lebt die Wurzel, die sozusagen das Herz ist, weiter. Dann aber ohne den Schutz der Saver bis dann die Wurzel zerstört wird oder der Mensch als erstes stirbt dann geht das Herz des Baumes ein. Die Saver sind wir. Naja eher unsere Eltern und alle anderen Erwachsenen. Sie helfen den Leuten indem sie mit Tränken Beschädigungen heilen können. Jeder Baum besaß eine Nummer und wir beide konnten mit dem Ring meiner Großmutter überall hinreisen.

So auch hierher . „Dieser Baum ist in der Nähe von unserem Gebiet. Los komm! Wir müssen uns beeilen!“ Schnell gingen wir in Richtung Stadt. Das Haus von meinem Opa war etwas abgelegener. Somit konnten wir schnell zu ihm gelangen. 

Wir waren jetzt eine Woche lang unterwegs gewesen um den Auftrag der Saver zu erfüllen. Mein Großvater war im Rat und hatte uns die Aufgabe erteilt. Er sollte diesmal auswählen wer losziehen durfte um mal wieder die Welt zu retten. Ausgerechnet wir! 

Auch in unserer Welt gab es eine Böse Seite. Die Praedo’s oder auch Zerstörer genannt. Sie benutzen die Verbindung für ihre Zwecke. Da war gezieltes abbrennen der Bäume noch das harmloseste.  

Diesmal wollten sie in das innere der Bäume. Dort sind alle Informationen über den einzelnen Menschen gespeichert. Diese wollten sie so ändern das alle Menschen ihnen folgen. 

Unser Rat hatte beschlossen einen schwierigen Trank brauen zu lassen, der dann über das Portal über die ganze Welt verteilt wird. Dazu brauchten sie bestimmte Zutaten die 2 Auserwählte sammeln sollten. 

Und nun standen wir da vor dem Haus des Großvaters mit den Zutaten in der Tasche und klopften an die Tür. Keine Antwort. Ich ging hinter das Haus. Die Hintertür war offen. Ein ungutes Gefühl kam in mir auf. Langsam ging ich nach drinnen. Finn hinter mir. Dort lag er. Tot. Ich wollte losrennen, doch Finn hielt mich zurück. Er blickte mich warnend an. Ist mir egal wenn das eine Falle ist! Ich will… Doch er hielt mich weiterhin fest. Ich beruhigte mich. Zusammen gingen wir näher. Nichts passierte. Neben meinem Opa lag ein Brief. Ich hob ihn auf und las mit leiser Stimme vor: „ Liebe Lyra, Lieber Finn, Sie haben mir ein Gift verabreicht wobei ich in 2 Stunden sterben werde. Daher habe ich dir die Anleitung beigelegt wie ihr den Trank brauen müsst. Dann: 2310. Ihr schafft das. In ewiger Liebe dein Großvater. Danke Finn das du meine Enkelin beschützt hast.“ Ich sah ihn an. Er lächelte und nahm mich in den Arm. „Wollen wir loslegen?“, flüsterte er. „Ja, lass uns die Welt retten!“ Antwortete ich und wischte eine Träne weg.

Eine Stunde später war er fertig. Der Trank. Es war glühend warm im Haus und wir beide waren ziemlich fertig. Wir legten ein paar Decken über den leblosen Körper. 

Wir nahmen den Trank und wollten gerade los, als wir Schritte hörten. Wir drehten uns um. 

3 ganz in schwarz gekleidete Männer. Praedo’s. „Ah wen haben wir denn da? Die Auserwählten!“,  lachte der mittlere dreckig. „Okay machen wir es kurz“, der 2. trat näher heran, „gebt uns den Trank. Sonst…“ Er holte eine Spritze aus der Tasche. „Beim alten da drüben hat es wohl nicht so lange gedauert. Das hier aber, geht viel Schneller. 2 Minuten.“ „Niemals!“ Ich dachte nach. Genau den 3 Typen waren wir schon mal begegnet. Sie hatten gesehen wie wir die letzte Zutat gefunden haben und sind uns dann nachher gefolgt. Dann waren wir bei der Eiche gelandet. Schnell konnten sie rennen aber sonst waren sie nicht die hellsten Kerzen auf der Torte. Finn schien dasselbe gedacht zu haben. Sie kamen näher. „Was habt ihr gesagt?“, rief einer. Der andere rannte los und warf sich auf Finn der den Trank hatte. Der in der Mitte versuchte mich festzuhalten, ich duckte mich weg und rammte dem Typen, der Finn hatte, mein Knie in den Rücken. Er schrie auf und riss Finns Arm nach hinten. Dieser drehte seinen Arm und konnte sich somit befreien, ließ aber dabei den Trank los. Wie in Zeitlupe rannte ich los nahm Finns Hand und griff nach den Fläschchen das durch die Luft flog. Es landete in meiner Hand, ich rief 2310 und wir verschwanden. 

Wir landeten atemlos auf ein kleinen Lichtung. Stumm lagen wir da. Den Trank in meiner Hand.

Finn richtete sich auf. Er streckte mir die Hand entgegen und half mir hoch. Um uns herum war alles grün und das Sonnenlicht bricht golden durch das dichte Blätterdach. Mitten auf der Lichtung stand ein riesengroßer Baum. Er hatte einen mächtigen Stamm der in viele Zweige überging, an denen tausende Blätter hingen. Die beiden gingen näher. „Was hatte dein Opa gesagt?“, Finn sah mich von der Seite an. „Einfach drauf schütten. Das Portal weiß immer was es tun soll.“ Ich lächelte. Zusammen nahmen wir das Fläschchen und schütteten den Inhalt auf die Wurzeln. Ein leuchten ging über den Baum. Wir hatten es geschafft. Wir hatten die Welt gerettet. 

Ich umarmte Finn.

„Danke für alles. Alleine hätten wir das nie geschafft!“, sagte ich. 

„Immer doch gerne!“, er grinste,  „ Zusammen kann man alles schaffen!“

Helene Kucharek, 14 Jahre

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